Unsere Welt-Ausstellung ist ein Festival der Ideen und Möglichkeiten, aber auch eine Bühne für das, was man nicht bestreiten kann oder widerlegen muss, wenn man anderer Meinung ist. Meeting-Sharing-Learning ist damit auch ein Projekt der Wissensvermittlung – in Zusammenarbeit mit exzellenten Partnern aus den Wissenschaften verständlich, übersichtlich und spannend organisiert.

Die Welt unserer Welt-Ausstellung steht für keine Versammlung von Nationen, die sich technologisch und kulturell präsentieren. Wir bauen keine Pavillons. Gegenstand unserer Ausstellung ist die Themenwelt in ihrer Vielfalt, mit der die thematische Ausrichtung der Ausstellung vorgegeben ist.

Wir machen drei Themenfelder zum Gegenstand der Ausstellung: Leben im digitalen Zeitalter, Planet und Natur sowie Heimat und Globalisierung. Die jeweilige Untergliederung in Themenfeldbereiche und Schwerpunkte sorgt dafür, dass diese drei Themenfelder die brennenden Fragen und Herausforderungen unserer Zeit behandeln.

Warum wir auf diese Weise mit den gesellschaftlichen Grundlagen der Demokratie befasst sind? Die großen Herausforderungen unserer Zeit nehmen wir nur dann sinnvoll an, wenn wir uns darauf verständigen können, worin sie überhaupt bestehen. Mit der Themenwelt der Welt-Ausstellung macht die denkwerkstatt grenzenlos einen entsprechenden Vorschlag. Wir errichten keine heiligen Säulen des Wissens, vor denen Menschen demütig niederknien – wir präsentieren den Stand eines Wissens, den wir im demokratischen Diskurs über die drängenden Fragen und Probleme nicht ignorieren dürfen.

Neben Wissensvermittlung und Bildung in den genannten Themenfeldern zielt die Welt-Ausstellung auch darauf, ein Wissen über Wissenschaft und Wissen selbst zu vermitteln. Was ist Wissenschaft? Und wann sprechen wir sinnvollerweise davon, dass wir etwas wissen? Wissenschaftskompetenz und ein Verständnis dessen, was Wissen schon im Alltag ist, sind heute wichtiger denn je. Im öffentlichen Diskurs zeigt sich, dass Standards im Gespräch darüber, unter welchen Bedingungen wir etwas für wahr und falsch halten, zunehmend verlorengehen. Eine Folge sind sogenannte Fake News und Verschwörungstheorien, die mit den Regeln eines sinnvollen öffentlichen Dialogs brechen und die gesellschaftlichen Grundlagen von Demokratie auf ihre Weise gefährden.

Unsere Welt-Ausstellung thematisiert auch diese Zusammenhänge, weil ein kritischer Umgang mit dem Wissen der Wissenschaften nur dann möglich ist, wenn wir zugleich wissen, worin die Vorzüge der Wissenschaften bestehen und warum wir den demokratischen Diskurs außer Kraft setzen, wenn wir das für wahr halten, was unseren privaten Interessen entspricht.