Warum die Zeit reif für eine neue Welt-Ausstellung ist?

Über uns Menschen lassen sich schöne Geschichten erzählen. Wenn wir einander nicht lieben, sind wir nicht dazu verdammt, einander zu hassen. Menschen können zusammenleben – einfach so. Wir suchen das Glück auf ganz unterschiedliche Weise – und sind auch deshalb fasziniert voneinander. Wir haben Ideen und oft auch den Mut, sie umzusetzen. 

Andere Geschichten lassen ahnen, dass wir vor großen Herausforderungen stehen. Demokratische Verhältnisse sind nicht selbstverständlich. Autoritär regierte Staaten führen uns vor Augen, dass demokratisch und rechtsstaatlich verfasste Staaten eher die Ausnahme als die Regel sind. Die gesellschaftlichen Grundlagen der Demokratie müssen auch hierzulande durch stete Prozesse der gesellschaftlichen Auseinandersetzung gesichert werden. Denn jene Grundlagen sind in Gefahr angesichts einer gesellschaftlichen Spaltung, die unter anderem in populistischen Entwicklungen, Intoleranz, leidender Kommunikationskultur, latenter und aktiver Wissenschaftsfeindlichkeit sowie Verschwörungstheorien gründet.

Womit wir bei einer Antwort auf unsere Frage sind: Die Zeit ist reif für eine neue Welt-Ausstellung – für eine Kultur öffentlicher Kommunikation –, weil wir herausfinden müssen, welche Themen und Probleme uns verbinden und wie wir sie uns im Bewusstsein von Fakten und mit Sinn für andere Menschen gemeinsam erschließen können. Meeting-Sharing-Learning ist also kein reines Ausstellungsprojekt. Es handelt sich um ein Demokratieprojekt, mit dem wir einen Beitrag zur Festigung der gesellschaftlichen Grundlagen von Demokratie leisten möchten.

Warum wir von einer Welt-Ausstellung sprechen?

Unserer Themenwelt entspringt eine Ausstellung, die wir – soviel Freiheit nehmen wir uns – eine Welt-Ausstellung nennen.