Die denkwerkstatt grenzenlos ist im ganzen Land unterwegs und also an keinen festen Standort gebunden. In den Veranstaltungen beschränken wir uns gegenwärtig auf je eines der folgenden Themenfelder: Leben im digitalen Zeitalter, Planet und Natur sowie Heimat und Globalisierung. Konkreter Gegenstand einer Veranstaltung ist dabei niemals ein ganzes Themenfeld, weil so ein Themenfeld sich in verschiedene Bereiche und Schwerpunkte gliedert. Um welchen Themenschwerpunkt es in einer Veranstaltung konkret geht, bestimmen wir im Vorfeld gemeinsam mit den Menschen vor Ort.  

Auch und gerade ein Gedankenexperiment erfordert verantwortliche Teilhabe. Sinnvoller öffentlicher Diskurs setzt die Bereitschaft voraus, eigene Interessen und Überzeugungen kritisch in Frage zu stellen und offen für die Interessen und Argumente anderer zu sein. Wer sich an einer Auseinandersetzung mit den Themen, Problemen und Herausforderungen unserer Zeit und dabei an der Gestaltung einer gedachten Ausstellung beteiligt, spielt nicht mit Wahrheitsverständnissen, anerkennt den Geltungsraum der Wissenschaften und ist dem Gedanken verpflichtet, dass wir nur dort über die Wissenschaften hinausgehen können, wo sie nicht mehr zuständig sind. Welche Ziele wir als Gesellschaft und Weltgemeinschaft verfolgen oder wie wir leben möchten, sind zum Beispiel Fragen, die nicht durch wissenschaftliche Untersuchungen, sondern öffentliche Diskurse beantwortet werden.

Die denkwerkstatt grenzenlos bietet vier Veranstaltungstypen an:

Reise in die Themenwelt

Wir stellen den Grundgedanken einer Welt-Ausstellung durch eine virtuelle Reise in die Themenwelt ebenso anschaulich wie unterhaltsam vor, um dann an einer Stelle in der Themenlandschaft für die gemeinsame Auseinandersetzung mit einem Themenschwerpunkt Halt zu machen. Bei diesem Veranstaltungstyp handelt es sich um mehr als nur eine moderierte Gesprächsrunde. Wir bringen eine kleine Ausstellungswelt mit und leiten die Auseinandersetzung mit dem gewählten Themenschwerpunkt durch den Einsatz von digitalen und physischen Medien an. Dauer: ca. 2 Stunden. Maximale Teilnehmerzahl: 150 Personen. (Option: Diese Veranstaltung kann mit entsprechenden Pausen zeitlich ausgedehnt werden.)

Zum Thema, bitte!

Eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung: Entweder sprechen Rednerinnen und Redner zu einem Themenschwerpunkt oder aber drei bis fünf Personen diskutieren im Rahmen einer Panelveranstaltung. In beiden Fällen hört ein Publikum zu, das sich umgekehrt mit Fragen und eigenen Beiträgen an der Auseinandersetzung beteiligt. Zum Thema, bitte! ist hier direkt und dort provokativ, niemals akademisch im schlechten Sinne des Wortes, und immer von der Absicht geleitet, ein Forum für Menschen zu eröffnen, die ohne akuten Zeitdruck etwas sagen möchten. Dauer: ca. 90 Minuten. Teilnehmerzahl: richtet sich nach der Raumgröße.

Schulzeit

Beteiligung an der Auseinandersetzung mit den Themen, Problemen und Herausforderungen unserer Zeit muss auch und vor allem Beteiligung der jungen Generation sein. Was fällt Schülerinnen und Schülern ein? Was halten sie für wichtig und wie würden sie eine Ausstellung mit Blick auf einen bestimmten Themenschwerpunkt gestalten? Mit der Veranstaltung Schulzeit konfrontieren wir Schülerinnen und Schüler mit der Frage, was es heißt, Verantwortung für die konkrete Gestaltung einer Ausstellung zu übernehmen. Sie finden sich in der Rolle von Ausstellungsmacherinnen und -machern wieder, die nicht nur über konkrete Inhalte nachdenken, sondern auch darüber, wie wir in öffentlichen Zusammenhängen sinnvoll von Wissen und Wahrheit sprechen. In dieser Rolle üben sie sich als verantwortliche Akteure in gesellschaftlichen Zusammenhängen ein. Strukturell folgt die Veranstaltung dem Muster des ersten Veranstaltungstyps. Dauer: 90 Minuten. Teilnehmerzahl: nach Absprache mit der Schule. (Optional kann Schulzeit auch in Form von Projekttagen oder einer mehrtägigen Projektwoche stattfinden. Im letzteren Fall beinhalt die Veranstaltung auch den Bau einer Ausstellung.)

Unterwegs in Ihrer Region  

Sie möchten uns besondere Orte in Ihrer Region zeigen? Es gibt zivilgesellschaftliche Organisationen, Vereine oder Initiativen, die mit uns über ein bestimmtes Thema sprechen möchten? Menschen aus Politik, Wirtschaft und Kultur sind daran interessiert, uns Ideen vorzustellen, die unmittelbar mit dem Leben der Menschen vor Ort zu tun haben? Wir sind für (fast) jede Möglichkeit dankbar, Ihre Region aus unterschiedlichen Blickwinkeln weiter kennenzulernen. Im Mittelpunkt steht für uns dabei das Gespräch in kleiner Runde, in dem wir zuhören und die Gelegenheit haben, Fragen zu stellen. Dauer: max. drei Stunden (inkl. Fahrtzeiten in der Region). Teilnehmerzahl: fünf bis zehn Personen.

Diese Veranstaltungstypen können einzeln oder kombiniert oder über einen Zeitraum von zwei Tagen auch alle zusammen umgesetzt werden.