Meeting-Sharing-Learning ist ein Gesellschaftsprojekt. Unsere Welt-Ausstellung ist ein Festival der Ideen und Möglichkeiten, aber auch eine Bühne für das, was man nicht bestreiten kann oder widerlegen muss, wenn man anderer Meinung ist. Uns geht es um Wissensräume, Öffentlichkeit und den Anspruch, mit dem Projekt selbst in der Welt unterwegs zu sein.

Wissensräume

Wir kooperieren mit exzellenten wissenschaftlichen Institutionen, um die ambitionierte Idee einer Welt-Ausstellung auf solider Grundlage umzusetzen, wo es um Wissensvermittlung geht. Dabei entstehen keine heiligen Säulen des Wissens, vor denen Menschen demütig niederknien – wir präsentieren den Stand eines Wissens, den wir im Diskurs über die Herausforderungen unserer Zeit nicht ignorieren dürfen. Neben Wissensvermittlung zielt die Welt-Ausstellung darauf, ein Wissen über Wissenschaft und Wissen selbst zu vermitteln. Was ist Wissenschaft? Und wann sprechen wir sinnvollerweise davon, dass wir etwas wissen? Wissenschaftskompetenz und ein Verständnis dessen, was Wissen schon im Alltag ist, sind heute wichtiger denn je. Verschwörungstheorien sind eine ernsthafte Gefahr für demokratisch verfasste Gesellschaften, lassen sich aber zurückweisen, wenn wir uns darüber einig sind, unter welchen Bedingungen wir etwas für wahr und falsch halten.

Öffentlichkeit in Form gesellschaftlicher Selbstverständigung

Wo immer die Welt-Ausstellung stattfindet, öffnen sich öffentliche Räume, in denen sich eine kritische Öffentlichkeit formiert. Mit anderen Worten: Wer die Ausstellungswelt besucht, hat die Möglichkeit, an Diskussionsveranstaltungen teilzunehmen, die jeweils auf eines der Themenfelder bezogen sind. Wissenschaften geben Handlungsempfehlungen und klären über Zusammenhänge auf. Fragen, die mit unseren Vorstellungen von einem guten oder auch gesellschaftlichen Leben, von Gerechtigkeit und Moral zu tun haben, können Wissenschaften jedoch nicht beantworten. Dafür braucht es Öffentlichkeit im Sinne gesellschaftlicher Selbstverständigung.

On the Road

Meeting-Sharing-Learning ist eine Roadshow – wir sind im Land und dabei auch in ländlichen Regionen unterwegs. Wo die Veranstaltungen stattfinden? Vieles ist möglich – in einer Gutsscheune, im verlassenen Industriegebäude, im Landgasthof, auf einem Marktplatz, in der Schulaula, im Gemeindehaus, in der Werkhalle eines ortsansässigen Unternehmens, auf dem Deck eines großen Schiffes oder auch in den Räumen einer Gedenkstätte. Unsere Roadshow soll allerdings auch für jene erreichbar sein, die nicht an den Veranstaltungen selbst teilnehmen. Deshalb werden wir online präsent sein und mit Bildern und Filmen in die Sozialen Medien gehen. Meeting-Sharing-Learning gewinnt seinen Stoff durch die vielfältigen Erfahrungen vor Ort, die wir zu virtuellen Reisen verarbeiten und auf YouTube, Instagram und Facebook präsentieren. Dabei spielen die Veranstaltungen eine wichtige Rolle, wenngleich wir auch und vor allem von den Begegnungen erzählen möchten, die im Umfeld der Veranstaltungen stattfinden und die uns mit Menschen und ihren Geschichten zusammenbringen. Wir produzieren keine Veranstaltungsfilme, sondern zeigen die Abenteuer einer Roadshow. 

 Bilder © Claus Langbehn, 2021