Meeting-Sharing-Learning ist ein Demokratieprojekt. Demokratie ist nicht der natürliche politische Zustand einer Gesellschaft, sondern stete Aufgabe und Prozess. Grundsätzlich ist Demokratie eine Regierungsform, mit der man politische Selbstbestimmung, Gewaltenteilung und Rechtsstaatlichkeit verbindet. Um solche institutionellen Errungenschaften zu wahren, muss Demokratie zugleich gesellschaftlich verankert sein. Wir müssen sie gegen illiberale und totalitäre Herrschaftsansprüche verteidigen und dafür eintreten, dass wichtige gesellschaftliche Grundlagen der Demokratie erhalten bleiben.

Der denkwerkstatt grenzenlos geht es um solche gesellschaftlichen Grundlagen der Demokratie. Dazu zählen vor allem

  • die Anerkennung von Regeln eines sinnvollen Gesprächs und Streits,
  • die Anerkennung von Fakten, d.h. ein Wissen darum, was Wissenschaft und Wissen sind,
  • sowie ein Demokratieverständnis überhaupt, das uns motiviert, neben unseren privaten Rollen auch öffentliche Rollen einzunehmen.
 

An diese Grundlagen in wohlfeiler Rede zu erinnern ist heute nicht mehr genug. Wir müssen sie in ihrer konkreten Bedeutung vor Augen führen und in der Praxis erfahrbar machen. Denn antidemokratische Entwicklungen, gesellschaftliche Spaltung, Intoleranz, leidende Kommunikationskultur, latente und aktive Wissenschaftsfeindlichkeit sowie Verschwörungstheorien sind Aspekte einer Wirklichkeit, der wir uns stellen müssen.

Meeting-Sharing-Learning ist unsere Antwort auf diese Entwicklungen und Zustände. Die gesellschaftlichen Grundlagen der Demokratie kann man auf unterschiedliche Weise verteidigen. Wir haben ein Demokratieprojekt entwickelt, das die Form einer neuen Welt-Ausstellung hat und zugleich Foren öffentlicher Kommunikation eröffnet. Dabei ist Meeting-Sharing-Learning ein Roadshow-Projekt, das in Städten nicht weniger als in ländlichen Regionen gastiert – auf Marktplätzen findet man uns ebenso wie in Scheunen oder Werkhallen.

Keine Frage: Meeting-Sharing-Learning ist ein ambitioniertes Projekt. Wir haben allerdings auch Teilprojekte entwickelt, darunter das Schulprojekt Demokratie im digitalen Zeitalter sowie das Roadshow-Projekt Quer durch Deutschland!, mit dem wir Menschen in den Regionen einladen, sich an der inhaltlichen Gestaltung der Welt-Ausstellung zu beteiligen.

Wir haben nicht nur Ideen, sondern auch den Mut, sie umzusetzen.